Kleine Geschichte der Gemeinde Hartenstein

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Gebiet um Hartenstein 1008. Funde in der Petershöhle und im Kühloch lassen jedoch bereits auf eine Besiedlung in der Steinzeit schließen.
Vermutlich 1250 wurde die Burg Hartenstein von den Reichsminsiterialien von Neidstein errichtet. Erstmals erwähnt wird sie in einer Stiftungsurkunde des Ruprecht von Hartenstein-Neidstein. Nach dem Aussterben dieses Geschlechtes 1323 begann die wechselhafte Geschichte der Burg und des Ortes: mal pfälzisches, mal böhmisches Pflegamt, mal im Besitz reicher Nürnberger Montanunternehmer, dann wieder Adelssitz wurde die Burg 1620 vom bayerischen Herzog annektiert. Mehrmals wurden Burg und Ort von Nürnberger Truppen belagert, doch konnte sie nie eingenommen werden. 2003 konnte die Gemeinde Hartenstein die Burg erwerben und zum ersten Mal in ihrer Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie beherbergt heute eine Ausstellung zum Rittertum in Franken sowie eine Gastronomie.
Im Zuge der Reformation und der Gegenreformation mussten die Bewohner Hartensteines und die der umliegenden Dörfer mehrmals ihren Glauben wechseln bis 1661 vertraglich festgelegt wurde, dass das Dorf Hartenstein katholisch und die umliegenden Orte evangelisch sein sollten. Der erste Pfarrer kommt ein Jahr später nach Hartenstein.
1716 wird erstmals urkundlich ein Lehrer in Hartenstein erwähnt, doch erst 1939 durften auch evangelische Kinder die Hartensteiner Schule besuchen. Vorher mussten diese bis Velden laufen. 1969 wurde die Volksschule neu gegliedert: seit dem ist die Grundschule in Hartenstein und die Hauptschule in Velden.
1880 kommt Hartenstein von der Oberpfalz nach Mittelfranken zum Amtsgerichtsbezirk Hersbruck. Noch heute prägt daher ein starker oberpfälzer Einschlag die Hartensteiner Mundart.
1871 wurde die Eisenbahnlinie Nürnberg – Bayreuth gebaut. Sie führte insbesondere auch im international bekannten Luftkurort Rupprechtstegen zu steigenden Gästezahlen.
Im Rahmen der Gebietsreform wurden 1972 die Gemeinde Grünreuth und 1978 die Gemeinde Enzendorf an Hartenstein angeschlossen. Gleichzeitig erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Hartenstein, Vorra und der Stadt Velden zur Verwaltungsgemeinschaft.
Die engagierten Bürger pflegen das alte Brauchtum: „Ratschen“ an Ostern und „Vogelsuppe“ und Baumaustanzen an der Kirchweih.

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