Burg Hartenstein

Die Burg Hartenstein entstand wohl nicht vor der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, möglicherweise erst eigenmächtig im Interregnum unter den Reichsministerialen von Neidstein. Diese Annahme wird von neuesten Befunden - Großquader mit Zangenlöchern - und einschlägigen Keramikfunden gestützt. 1268 wird die Burg erstmals urkundlich bezeugt.

Der erstmals gesichert aufscheinende Rupert von Hartenstein stiftete 1268 mit seinen Brüdern Konrad, Heinrich von Hartenfels und Rupert V. von Neidstein zum Seelenheil des Vaters Rupert IV. von Neidstein an das Kloster Engelthal. Mit dem Tod des Heinrich von Hartenstein fiel die Burg 1324/25 an die verwandten Schenk von Reicheneck, die die Burg 1325 gegen einen Ansturm Nürnberger Truppen verteidigten. Kurz darauf übernahm sie König Ludwig der Bayer, der sie 1329 im Vertrag von Pavia der pfälzischen Linie der Wittelsbacher überließ. Unter dem pfälzischen Viztum Ludwig von Eyb d. J., dem mutmaßlichen Verfasser des "Wilwolt von Schaumberg", kam es nach 1503 zu größeren Erweiterungen. Die im späten 17. Jahrhundert angelegten äußeren Befestigungswerke wurden nach der Einnahme der Burg im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 gesprengt.

Die Burg Hartenstein befand sich bis 2001 in Privatbesitz, im Jahr 2002 kaufte die Gemeinde Hartenstein die Burganlage. Im Jahr 2004 gründete die Gemeinde Hartenstein die Burg Hartenstein AG. Sie soll die Burg erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Außerdem wurde am 21. September 2005 zur kulturellen Belebung der Burg Hartenstein der Verein Freundeskreis Burg Hartenstein gegründet, der auf der Burg 2009 die Dauerausstellung zur Geschichte des Rittertums in Franken einrichtete.

Im Erdgeschoß des Hauptgebäudes ist ein Restaurant entstanden, außerdem kann auf der Burg geheiratet werden.

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